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George Michael – Zuviel Gefühl, zuviel Lust …

Ja, Sie lesen schon richtig! STADLMADL ist über den plötzlichen Tod des britischen Sängers mit griechisch zypriotischen Wurzeln bestürzt und unheimlich traurig. Ein lieber Freund hat mir heute Nacht, nachdem die Todes-Meldung über die Netzwerke und Social Media-Kanäle rein ratterte, dazu gemeint: „53 – das ist erst das halbe Leben….“!

Georges Leben war mit 53 sicher viel älter! Der grandiose Sänger und Komponist, der Swing ebenso genial interpretierte, wie die schönsten Liebesballaden lebte ein Leben auf Highspeed! In jeder Hinsicht auf allen Ebenen.

Er war der Meinung, für das was er zu geben hatte, darf er sich auch entsprechend viel nehmen!

Dabei hagelte es in seinem vermeintlich glamourösen Leben jede Menge Schicksals-Hiebe: 1993 starb sein Lebenspartner Anselmo Feleppa (ihm widmete er den Song Jesus to a child), 1997 seine Mutter. Ein Jahr später machte er nach Problemen mit der Polizei seine Homosexualität auch öffentlich bekannt. Der Sänger wurde in Los Angeles auf einer öffentlichen Toilette von einem Polizisten in Zivil verhaftet. Die Folge: 810 Dollar Strafe und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit sowie eine breite „zynisch, scheinheilige“ Verurteilung durch die Medien. Später sagte der Star, er wollte sich nicht outen um seine Mutter vor der Häme der Öffentlichkeit zu schützen.

Drogen und Medikamente, Plastochirurgie und die panische Angst vor dem alleine Alt-werden führten den Künstler immer wieder an die Grenzen. Mehrere mysteriöse Autounfälle und Blackouts ließen ihn immer wieder in die Schlagzeilen kommen. Nicht so wie George es sich in seinen besten Zeiten gewünscht und wahrlich auch verdient hätte. Er selbst hatte wohl schon ein wenig resigniert. Über seine vermeintlichen „Verfehlungen“ meinte er gegenüber britischen Zeitungen: „Ich selbst betrachte sie nicht mehr als Schwächen – das ist einfach, wie ich bin.“

„Listen Without Prejudice“ – bereits Ende 1990, als er dieses Album ablieferte, bettelte er förmlich darum, nicht in eine „Form“ gepresst zu werden, nicht als der Ex-Sänger von Wham, nicht als „Last Christmas-Heroe“ abgestempelt zu werden. Dass sein Herz gerade in der Christtags-Nacht zu schlagen aufgehört hat… Die Lust am Leben, die Lust an der Liebe und des Geliebtwerdens – sie war für den Körper des 53 Jährigen Stars einfach zu viel. Was für ein Verlust für die Musikszene!

 

 

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