Der STADL ist tot !

Nun haben wir es endgültig und offiziell: „Nach eingehender Analyse der beiden Sendungen im September und zu Silvester sind die Partnersender ORF, ARD, das Erste und SFR zu dem Entschluss gekommen, die regulären Ausgaben der „Stadlshow“ nicht fort zusetzen.“  So der genaue Wortlaut der heutigen Pressemeldung zum Ende einer Unterhaltungsshow, die über 30 Jahre die Menschen erfreut hatte. Eigentlich war der „Mord“ an diesem Format schon durch die Absetzung von Andy Borg in die Wege geleitet – und – auch wenn jetzt viele Medienkollegen so betroffen ihre „News“ anpassen, wirklich Rückgrat für das alte MUSIKANTENSTADL-Format hatte keiner in der Branche gezeigt! Zu groß die Angst vor den großen TV-Sendern… Dass man mit der Schweizer „Pipsi-Maus“ Francine Jordi und dem gänzlich unbekannten, für die Branche völlig empathielosen Alexander Mazza gleich zwei mal voll daneben gegriffen hatte – dass man meinte auf die großen „alten“ Namen verzichten zu können – all das, schwere Mühlsteine, die man dem „neuen“ Stadl – absichtlich? – oder unabsichtlich – um den Hals gehängt hat.

 

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Ein Abschied unter Tränen: Andy in Pula

Wie traurig – und wie überflüssig!

Er lief gut –  der (Musikanten)Stadl – die Fernsehzuseher hatten ihre Freude, die Stars hatten ihre Auftrittsmöglichkeiten im Rahmen einer großen Eurovision, ja und die Live-Besucher in den Hallen, für die verwirklichte sich mit dem „Dabeisein“ bei einem Stadl sehr oft ein langgehegter Lebenstraum. Irgendwie war das irgendwem leider zu wenig… und jetzt? Jetzt wurde der Stadl OHNE eine Alternative einfach gekillt!

Traurig auch, dass keiner der Beteiligten ein Wort des Bedauerns, der Entschuldigung oder zumindest der Hoffnung auf ein „Nachfolge“-Format verloren hat. „Die Stadl-Fans werden sich schon wieder beruhigen…“, so schätzt man scheinbar die Lage ein. Ohne Grund haben gebührenfinanzierte TV-Sender den Zusehern eine lieb gewonnene Fernseh-Heimat genommen.

Wer soll diese Lücke schließen?

Florian Silbereisen – mit seinen Festen? – sicher ein Supershow-Programm, aber vielen oft zu künstlich und hektisch; die angespannte Anstrengung eine Mischung aus „Circus und Attraktionen“- gepaart mit Musik zu bringen, hat nichts „Anheimelndes“.

Carmen Nebel – mit ihrer Personality Show? – auch über dieser Show ziehen sich dunkle Wolken zusammen – und auch hier, kann man der Gastgeberin keine wirkliche Herzlichkeit, keinen spontanen Mutterwitz und keine „Heimat“-Gefühle abgewinnen. Dann wird´s schon dünn am Volksmusik – und Schlagerhorizont…

Ob mit Andy Borg schon jemand wegen eines neuen Showformats gesprochen hat? 

Welcher Sender auch immer hier mit einem klugen Konzept auf den Wiener zugeht, darf zweifelsohne mit einer garantiert guten Quote rechnen! Den „Andy“ wiedersehen, da ließen sich die „alten“ Musikantenstadl-Seher sicher noch mal mobilisieren – und wenn dann vielleicht eine wirklich gute neue Idee dabei ist, dann kommen vielleicht auch die „jungen“ Volksmusifans dazu, die die Voxxclub, Helene Fischer, Andreas Gabalier, die Seer und wie sie alle heissen, hören, die neue volkstümliche Klänge bieten, zu denen getanzt und geschunkelt wird.

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